Projekt Meiseldorf

 

 
 

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Hier die drei wichtigsten fachlichen Einsprüche zu dem geplanten Windpark Meiseldorf:
 
 
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Über 700 Einwendungen sind bis 29. Dezember 2014  an das Gemeindeamt Meiseldorf geschickt worden!!!
Gemeinde Meiseldorf
3744 Klein-Meiseldorf 115
oder per mail 

Geplante Anlagen Windpark Meiseldorf

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Blick von der Gartenstadt Sigmundsherberg auf den Windpark Meiseldorf (Fotomontage)

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Der Windpark liegt auf Gemeindegrund Meiseldorf, aber die Ortschaften von Sigmundsherberg sind am nächsten betroffen
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Schwarzstorch Jimmy 

Dr. Wolfgang Lechthaler, Biologe, kritisierte als Fachexperte die Qualität der zur SUP (Strategischen Umweltprüfung) vorgelegten Fachgutachten der Windkraftfirmen Simonsfeld, WEB und EVN.

Im oberen Pulkautal sind die zwei Windparks „Sigmundsherberg“ und „Meiseldorf Nord“ geplant. Dr Lechthaler kritisiert, dass immer die gleichen Gutachter zu geplanten Windkraftprojekten beauftragt werden, die wiederum in einem Naheverhältnis zur Windkraft-Lobby stehen. Unabhängige Büros werden mit den Umweltprüfungen nicht betraut. Etwaige Hindernisse werden verschwiegen und die Daten so manipuliert bzw. die Ergebnisse und Schlussfolgerungen so formuliert, dass Auswirkungen auf die Schutzgüter Vögel, Fledermäuse und den Menschen, sowie auf das Landschaftsbild nicht oder nur in vernachlässigbarem Ausmaß zu erwarten sind.

So ist bekannt, dass der Schwarzstorch im Oberen Pulkautal brütet und der Windpark Meiseldorf aus Artenschutzgründen deshalb gar nicht errichtet werden darf. Der Nachweis des Schwarzstorchs als Brutvogel hätte eigentlich vom Naturschutz-Gutachter erbracht werden müssen. Da dies jedoch das Aus für den Windpark bedeutet hätte, wurde der Horst im Gutachten nicht erwähnt und die beobachteten Schwarzstörche lediglich als Nahrungsgäste oder Durchzügler eingestuft. Selbiges geschieht auch bei den Fledermäusen: Im Oberen Pulkautal zählt die Mopsfledermaus, eine vom Aussterben bedrohte und streng geschützte Art, zu den häufigsten Fledermäusen. Diese Art ist durch Windräder in Wäldern akut gefährdet, weshalb die Errichtung der Windparks im Oberen Pulkautal aus Gründen des Artenschutzes untersagt werden müsste. Die Vorgehensweise, seltene Tierarten zu verschweigen, Wildtierkorridore abzuändern und die Umweltauswirkungen der Projekte in den Waldstandorten als vernachlässigbar darzustellen, wurde bisher bei allen strategischen Umweltprüfungen für Windparkprojekte im Waldviertel durchgezogen.

Die Bürgerinitiativen im Horner Bezirk haben unabhängige Gutachter beauftragt, juristische und ökologische Fachgutachten zu erstellen. Diese bestätigen den hohen ökologischen Wert der Standorte im Pulkautal und widersprechen den Ausführungen der Gutachter der SUP. Dr. Lechthaler hofft, dass die zuständigen Behörden der NÖ Landesregierung die Gutachten der Windkraftfirmen wegen mangelhafter Qualität ablehnen und ersucht, Windkraftwerke in Waldstandorten generell zu verbieten. Dr. Lechthaler dazu: Die Errichtung dieser Anlagen in Wäldern zerstört den Lebensraum zahlreicher gefährdeter Tierarten und ist mit den Zielen eines modernen Natur- und Landschaftsschutzes nicht vereinbar.

korridore.pdf