Forderungen

flyer sigmunsherberg für volksbefragung

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An die Bürger der Gemeinde Sigmundsherberg!

Wollen Sie:

..dass durch sechs 200m !! hohe Windkraftungetüme entlang der Pulkau im Brandwald unsere Landschaft unwiederbringlich zerstört wird ? (Kainreith/Walkenstein Richtung Hötzelsdorf)

..einer permanenten Lärmbelästigung, sowie in den Nachtstunden ständig rot blinkendem Licht, ausgesetzt sein?

.. eine mögliche gesundheitliche Beeinträchtigung durch Infraschall in Kauf nehmen?

..dass Sigmundsherberg die negativen Auswirkungen zu tragen hat und als Wohnstandort abgewertet wird, obwohl der Profiteur der im Herrschaftswald geplanten acht Windkraftungetüme die Gemeinde Meiseldorf ist?

.. unseren Nachkommen eine von geschäftstüchtigen Windkraftbetreibern und kurzsichtigen Gemeindepolitikern zerstörte Landschaft hinterlassen?

..dass ihre Immobilien und Liegenschaften abgewertet werden, und außer den Aktionären und Grundbesitzer niemand einen Gewinn hat?

.. das der Aufenthalt im Wald nur mehr eingeschränkt (Sperre bei Eiswurf) möglich ist?

Es geht um die Zukunft unserer Heimat!

Wir bitten Sie daher im eigenen Interesse, beide zur Volksbefragung am 12. Oktober 2014 gestellten Fragen mit NEIN zu beantworten.

Nutzen Sie die Möglichkeit zur Mitbestimmung und helfen sie mit, die Region vor dem Ausverkauf zur retten!

Ps: Bis jetzt wurden alle Begehrlichkeiten der Windkraftlobby, Windkraftindustrieanlagen in den Wäldern des Waldviertels zu errichten, von der Bevölkerung abgelehnt. Nicht nur der Regenwald im Amazonas, auch unser Wald ist schützenswert!

Offener Brief vom 15.1.2014 an betroffene Gemeinden im Bezirk Horn

→ Brief als PDF

 

Fakten über Windkraftanlagen: Verbreitete Meinungen und unsere Antwort

→ Fakten_ueber_Windkraftanlagen

 

Offener Brief anerkannter Ökologen und Künstler an Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll

→ Brief als PDF

 

Windenergie nicht um jeden Preis: Die Initiative „Leben im Windpark – Nein, danke!“ fordert erneut Ausarbeitung klarer Richtlinien für Windkraftanlagen in NÖ und die Beantwortung offener Fragen

Am 23. Mai soll der neue niederösterreichische Raumordnungsplan vorliegen, der unter anderem klare Richtlinien zum Ausbau der Windkraft in Niederösterreich vorsieht. Die Waldviertler Bürgerinitiative „Leben im Windpark – Nein, danke!“ erneuert in dem Zusammenhang ihre Forderung, dass der unkontrollierbare Wildwuchs durch bedrohliche Ausbaupläne verhindert werden muss. „Windkraft an windschwachen, suboptimalen Standorten ist unserer Meinung nach keine Alternative, die ohne massiven Raubbau an der Natur umgesetzt werden kann“, so die Initiative.

Der von LH Dr. Erwin Pröll am 2. Mai angekündigte Schritt zur Festlegung von Ausschluss- und Vorrangzonen im Rahmen der Raumordnung sei in dem Zusammenhang ein wichtiger Beitrag, so die Initiative, die diese Entscheidung sehr begrüßt und sich dadurch in der Forderung nach einem Masterplan für Niederösterreich bestätigt sieht. Nur mit einer sorgfältigen und gewissenhaften Vorgehensweise lassen sich die gesetzten Ziele auch ohne der flächendeckenden, weitgehend landschaftszerstörenden Eingriffe erreichen. Die Initiative setzt die Hoffnung in eine konstruktive Arbeit der Landesregierung, bis Ende des Jahres klare Richtlinien für den zukünftigen Ausbau zu schaffen.

Weiters wäre es wünschenswert, dass noch weitere offene Fragen geklärt werden. Unter anderem die selbst auch unter Physikern umstrittene Frage der Effizienz: Was bringt Windkraft wirklich? An manchen Standorten im Waldviertel liegt die Auslastung existierender Anlagen schon jetzt bei unter 20 Prozent.

Dort wo der Schaden größer ist als der Nutzen, haben die größten Windräder der Welt (200m) keinerlei Berechtigung. Ein Standort in unmittelbarer Nähe von bewohnten Siedlungen ist nicht zumutbar und die Errichtung der Monsterbauten in den für Mensch und Tier ökologisch wertvollen Waldgebieten wurde schon vor einiger Zeit von namhaften Experten abgelehnt

Die Bürgerinitiative weist weiters mit Nachdruck darauf hin, dass die Bevölkerung den Windparkplänen keineswegs nur positiv gegenübersteht. Die Online-Umfrage einer Regionalzeitung im Bezirk Horn im März dieses Jahres endete etwa zur Frage: „Sollen im Bezirk weitere Windräder errichtet werden?“ mit einem klaren Nein von 91,52 Prozent. Auch die Befragung in Walterschlag/Schweiggers ergab eine eindeutige Ablehnung der Windkraft mit 75 Prozent. Und selbst die beiden Befragungen in Grabern und Großsiegharts gingen trotz Überregional-Bonus (Abstimmung gleichzeitig mit der Landtagswahl bzw. Bundesheer-Volksbefragung) nur mit einer sehr dünnen Mehrheit für die Windpark-Betreiber aus. Von einer „breiten Zustimmung“, wie von den Betreiberfirmen immer wieder betont wird, kann daher keine Rede sein.

 

Weiters fordert die Initiative „Leben im Windpark – Nein, danke“:

1. Gesamtkonzept für die Stromerzeugung

Am Beispiel Deutschland, das bereits jetzt für den von Windkrafträdern produzierten Strom in Spitzenzeiten keine Abnehmer findet und den Strom sogar verschenken muss (siehe www.abendblatt.de), ist erkennbar, dass eine einseitige Ausrichtung auf eine bestimmte Energiegewinnungsart problematisch ist. Es fehlt ein Gesamtkonzept, wie Strom in Österreich produziert werden soll, mit Überlegungen, wie viel zusätzliche Elektrizität durch Modernisierung alter Wasserkraftwerke, wie viel durch neue Photovoltaikanlagen und Windkrafträder etc. gewonnen werden kann, sowie welche Energiesparmaßnahmen gesetzt werden müssen. Deshalb fordern wir als Nachweis für die energiepolitische Berechtigung der vielen geplanten WKA ein Gesamtkonzept zur Stromgewinnung.

2. Effiziente Standorte

Da der Wind nicht überall mit gleicher Stärke weht, ist ein Windkraftwerk nur an den Orten sinnvoll, wo die größte Produktionskapazität zu erwarten ist. Darauf zielt sowohl der Erlass des Landeshauptmanns Dr. Erwin Pröll im Mai 2013 ab, der einen einstweiligen Umwidmungs-Stopp für Windparks verfügt hat. Siehe Beitrag
Ebenso fordert auch die Strom-Regulierungsbehörde E-Control eine Abkehr vom derzeitigen undifferenzierten Vergabesystem und eine Umstellung auf ein effizientes Förderungssystem, bei dem der Konsument nicht mehr die Hauptlast der Investitionskosten mit der Ökostromabgabe schultern muss. Deshalb fordern wir die Aufstellung von Windkraftwerken nur an effizienten Standorten.

3. Besondere Ökogebiete schützen

Die Trademark des Waldviertels ist und bleibt der Wald, die Natur und auch die wohltuende Ruhe. Davon profitiert auch der Fremdenverkehr, der in den letzten Jahren mit dem Slogan der Region „Das Waldviertler Wohlviertel“ einen beachtlichen Aufschwung erlebte. Die hunderten geplanten gigantischen Windkraftanlagen mitten in den Wäldern sind da ein über Generationen bestehender, gefährlicher Eingriff. Nicht nur die Erholungsräume für den Menschen werden dabei zerstört, die Windparks sind auch für das sensible Ökosystem „Wald“ mehr als problematisch. Deshalb fordern wir den Schutz für sensible Ökogebiete.

4. Mindestabstand auf 2000 m erweitern

Die Windräder der neuesten Generation haben bereits eine Gesamthöhe von ca. 200 m und sind damit um 60 m höher als die in Japons in Betrieb befindlichen. Sie sind zwar einerseits leistungsfähiger aber auch lauter. Die derzeitigen Aufstellungsrichtlinien mit 1200 m  Mindestabstand zielen aber nur auf die bis dato gebauten niedrigeren Windräder ab. Deshalb fordern wir eine größenbezogene Anpassung der Mindestabstände auf mindestens 2000 m (10 mal Höhe).

5. Aufstellungs-Genehmigungen erst nach Inkrafttreten der neuen E-Control Regelung

Die Strom-Regulierungsbehörde E-Control fordert eine Umstellung der Fördersysteme bei Investitionen zur Stromgewinnung. Die bestehende Förderung über garantierte Einspeistarife, die letztlich der Konsument alleine zu tragen hat, soll ersetzt werden durch eine einmalige Investitionsförderung. Diese Umstellung soll bis etwa 2015 erfolgen. Deshalb fordern wir, neue Aufstellungsgenehmigungen erst nach Inkrafttreten der neuen Regelung zu erteilen.

6. Schlichtungsstelle

Da anzunehmen ist, dass eine Interessengemeinschaft zwischen Gemeinden, die die Zulassungsgenehmigung erteilt haben, und den zukünftigen Betreibern besteht, ist die/der Einzelne im Falle eines Konfliktes in einer schlechten Position. Wir fordern deshalb eine unparteiische Schlichtungsstelle mit Ombudsfrau/mann- Funktion, die die Bewohner/innen in den betroffenen Gebieten sowohl in Sachfragen als auch bei der Problemlösung in Konflikten unterstützt und Zugang zu Sachinformationen bezüglich aller relevanten Daten ermöglicht.