Lebensraum Wald – ein sensibles Umfeld

Von Wirtschaftswäldern und Urwäldern

Österreichs Wald ist eine seit Generationen von Menschenhand geprägte Kulturlandschaft. Urwälder (Wälder ohne menschlichen Eingriff) beschränken sich auf Reliktvorkommen. Trotzdem oder gerade deshalb ist der Wald das naturnächste Landschaftselement, die Naturressource schlechthin.

Die Forstwirtschaft ist heute um ein Wirtschaften im Einklang mit der Natur bemüht, unter Bedachtnahme auf natürliche Entwicklungszyklen und auf Grundlage ökosystemarer Erkenntnisse.

In Österreich gehen jeden Tag ca. 20 Hektar wertvollster Boden durch Baumaßnahmen verloren. Das österreichische Forstgesetz schützt unsere Wälder vor sinnloser Verbauung und garantiert durch nachhaltiges Wirtschaften, auch kommenden Generationen, diesen wertvollen Lebensraum.

Die geplanten Windparks in unseren heimischen Wäldern würden den sensiblen Lebensraum Wald massiv verändern und durch die gewaltigen Baumaßnahmen irreparabel zerstören. Vielen vom Aussterben bedrohter Tierarten finden in den großen zusammenhängenden Waldgebieten des Wald- und Weinviertels Zuflucht und Lebensraum. Seeadler, Schwarzstorch und Uhu sind Indikatoren für unsere intakten Waldgebiete. Gerade sie kommen den Wäldern des Waldviertel in großer Population vor.

Unsere Wälder bieten uns Erholung, sie schenken uns den umweltfreundlichen Rohstoff Holz und schaffen Arbeitsplätze, schützen vor Naturgewalten wie Lawinen, Hochwasser und Vermuhrungen, tragen durch ihre Co2 Speicherung zum Klimaschutz bei und produzieren reine Luft und frisches Quellwasser.

Der Wald mit seinen Wirkungen auf den Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen ist eine wesentliche Grundlage für die ökologische, ökonomische und soziale Entwicklung Österreichs.

Eine nachhaltige Waldbewirtschaftung beruht auf einem schonenden Umgang mit der Lebensgrundlage Wald. In der Praxis bedeutet dies, dass nach dem gelebten Modell der Familienforstwirtschaft der Wald in gleichem oder besserem Zustand an die nächste Generation übergeben wird. (Waldverband Österreich)

Ich bin Förster in 3. Generation und fühle mich verpflichtet unseren Wald auch für unsere Kinder zu schützen. Aus diesen Gründen spreche ich mich gegen die Errichtung von Windräder/Windparks im Wald aus. Die Irritation durch Windräder kann dazu führen, dass Vögel und andere Wildtiere das Gebiet meiden. Somit wäre dieser Lebensraum für gefährdete oder vom Aussterben bedrohter Tierarten für immer zerstört.

Technisches Büro f. Forstwirtschaft
Ing. Wolfgang Riener
Förster
Langauerstr. 11
2093 Geras
Ing.riener@aon.at