Drüberfahren ist der falsche Weg

Noen ZwettlBrigitte Lassmann-Moser über die Marathon-Windpark-Verhandlung in Sallingberg.

Wie auch immer man zur Windkraft stehen mag, und wie auch immer das Land in dieser Causa entscheiden wird – wichtig ist vor allem eines: Man muss die Gegner und ihre Sorgen ernst nehmen, sollte ihnen so weit wie möglich entgegenkommen und nicht einfach über sie hinwegfahren, wie es leider oft der Fall ist bei umstrittenen Vorhaben. Denn das fordert nur noch mehr heraus. Sallingberg könnte diesbezüglich mit Beispiel vorangehen.   – See more at: http://www.noen.at/nachrichten/lokales/kommentar/zwettl/Drueberfahren-ist-der-falsche-Weg;art5318,720789

Fast 200 bei Windkraft-Demo in Horn

Demo Zwettl_5_3780Demo Zwettl_5_3756ZWETTL. Am 12. Dezember marschierten rund 200 Bürger durch die Zwettler Innenstadt, um gegen Windräder in den Wäldern des Waldviertels zu protestieren.

Die Sprecher der Waldviertler Bürgerinitiativen kritisierten die Energiepolitik des Landes Niederösterreich und griffen vor allem den zuständigen VP-Landesrat Stephan Pernkopf an. „Jetzt, nach der Erreichung von 100 Prozent Stromerzeugung aus erneuerbarer Energie, sollte doch endlich Schluss sein mit der großflächigen Landschafts-und Naturzerstörung. Windkraftanlagen haben im Wald nichts zu suchen“ tönte es unisono vom Rednerpult.

Günther Maier bemängelte, dass Windkraftausbau durch garantierte hohe Einspeisetarife mittlerweile zu einer lukrativen Geldquelle für Betreiber wurde: „1,3 Milliarden Euro sind 2016 im Fördertopf. Für Haushalte hingegen steigen die Ökostrombeiträge um 17 Prozent auf durchschnittlich 120 Euro. Es werde nur von unten nach oben umverteilt“.

Biologe Wolfgang Lechthaler beklagt, dass die Durchführung der Projekte keines modernen Rechtsstaats würdig seien: „Nach derzeitigem Wissen dürfte eigentlich kein Windparkprojekt im Waldviertel genehmigt werden. Zu groß ist die Zahl der hier lebenden Vogel- und Fledermausarten.” Um die Schutzbestimmungen zu umgehen, würden einschlägige „Sachverständige“ mit der Umweltprüfung betraut, die “streng geschützte Arten mit verblüffender Regelmäßigkeit ‚übersehen’”, so Lechtaler.

Modernes Energie- und Klimaprogramm fehlt

Der Ausbau von Windkraftanlagen in Wäldern würde als Klimaschutzmaßnahme verkauft, unbeachtet bleibt die wertvolle Funktion von Wäldern als CO2 Speicher. Man vermisse ein modernes Energie-und Klimaprogramm, in dessen Zentrum Energie-Effizienz Maßnahmen und die Reduktion der CO2-Emissionen stehen, so die Kritik an Landesrat Pernkopf seitens der Plattform der Bürgerinitativen.

Noen_Demo Horn copy

NÖN, 22.11.2015 von Martin Kalchhauser
Fußmarsch vom EKZ ins Zentrum. Kundgebung am Kirchenplatz.
„Keine Industrieanlagen im Waldgebiet!“ Bei der Kundgebung am Kirchenplatz ergriffen unter anderem Alt-Abt Joachim Angerer vom Stift Geras und Musiker Roland Neuwirth das Wort. Tenor der Redner: Riesige Industrieanlagen im Wald zerstören das Waldviertel, das derzeit noch durch Naturnähe und Unberührtheit punkte. Angesichts der Tatsache, dass das ehrgeizige Energie-Ziel des Landes (100 % der Stromerzeugung aus erneuerbarer Energie) bereits erreicht sei, stelle der Plan der Errichtung von neuen Anlagen im Waldviertel eine völlig unnötige Naturzerstörung dar. – http://www.noen.at/nachrichten/lokales/aktuell/horn/Fast-200-bei-Windkraft-Demo-in-Horn;art2640,688279

Keine Windräder im Pfälzerwald

 

dieWelt

DIE WELT  ESSAY  16.05.15 
Verschont!

Dass im Pfälzerwald nun doch keine Windräder aufgestellt werden, ist ein wichtiger Sieg. Der Schematismus bei der Planung solcher Anlagen muss überdacht werden.Der Pfälzerwald bleibt windradfrei. Dieses Zugeständnis für Deutschlands größtes zusammenhängendes Waldgebiet haben die Bürger der Anliegergemeinden im Verein mit der Deutschen Unesco-Kommission der Landesregierung von Rheinland-Pfalz jetzt abgetrotzt. weiterlesen->http://www.welt.de/print/die_welt/debatte/article139616935/Verschont.html

 

Windräder in der Wild: Zweifel an Gutachten

Noen_Wild»Keine Windräder in der Wild!« Vertreter der Interessengemeinschaft Waldviertel und des Vereins Pro Thayatal – im Bild Michael »Jimmy« Moser, Doris Walter, Manfred Maier, Ewald Schrenk, Wolfgang Lechthaler und Kurt Kienast – erhoben in Horn schwere Vorwürfen gegen Gemeinden, Betreiber und Gutachter.  weiterlesen _->http://www.noen.at/nachrichten/lokales/aktuell/horn/Windraeder-in-der-Wild-Zweifel-an-Gutachten;art2640,579978

Windparks: Nach Wahl wieder aktuell?

BEZIRK HORN
Noch gilt „Stopp“ des Landes, aber Gegner fürchten verstärkten Druck der Lobby auf die Politik.

Von Martin Kalchhauser

Kommt nach der Nationalratswahl am Sonntag wieder Bewegung in die „Wind-Debatte“? Die Gegner der geplanten Windkraftanlagen im Norden des Bezirks Horn, des Windparkprojekts im Thumeritzer Sasswald (13 Anlagen) und des „Windparks Nord“ (26 Anlagen – Langau, Weitersfeld, Hard egg) befürchten verstärkten Druck auf die Politik. Weiterlesen

Argument Atomkraft

Windparks können Atomkraft-Ausbau nicht stoppen!

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Auch wenn Hunderte Windräder im Waldviertel gebaut werden, wird deshalb kein einziges Atomkraftwerk in Tschechien stillgelegt!

Immer wieder wird in der Diskussion um die Errichtung von Windrädern im Waldviertel damit argumentiert, dass dadurch grenznahe Atomkraftwerke im Nachbarland Tschechien überflüssig werden. Leider ist das nicht der Fall. Selbst wenn in unserem schönen Waldviertel Hunderte Windkraftanlagen gebaut werden, wird dadurch kein einziges AKW in Tschechien stillgelegt! Denn auf die Art der Stromerzeugung bei unseren Nachbarn haben wir Österreicher keinen Einfluss. Bei dieser Entscheidung sind die Staaten der EU unabhängig. Das beste Beispiel dafür, dass selbst die vielen hundert Windräder die in Österreich bereits gebaut wurden Atomkraft nicht stoppen können, ist das laut derStandard vom 17.7.2014 für Frühjahr 2015 angesetzte Auswahlverfahren für den Ausbau von zwei Blöcken in Tschechien: Die „wahrscheinlichste Variante“ sei es, dass nicht mehr zwei Blöcke in Temelin, sondern einer in Temelin und einer im südmährischen Atomkraftwerk Dukovany entstehen, wobei es sich um eine Kombination von Investitionen des Staates und des privaten Sektors handeln könnte. (derStandard 17.7.2014)

Der oft zitierte Ausspruch „Mir ist Windstrom lieber als Atomstrom“ wird von der Windkraftlobby immer wieder als Vorwand für die Notwendigkeit des Ausbaus vorgeschoben. Bitte bedenken Sie, dass bis spätestens 2015 die Einfuhr von Atomstrom nach Österreich per Gesetz untersagt wird. (Quelle: Global 2000)

Das Argument Atomkraft sollte deshalb bei der Entscheidung Pro oder Contra Windkraft keine Rolle spielen.