Gegner von Windkraftanlagen in Wäldern zeigen Land Gelbe Karte

Kurier, Gilbert Weisbier 22.03.2019
Kritiker halten Privatgutachten für zu einseitig, wollen mehr amtliche Überprüfungen. Mehr als 100 Mitglieder von neun Waldviertler Bürgerinitiativen, die gegen den Bau weiterer Windkraftanlagen in Wäldern kämpfen, zeigten Donnerstagvormittag auf dem St.Pöltner Landhausplatz
Gelbe Karten. „Hände weg von unseren Wäldern“ lautet ihre Forderung. Dazu haben sie einen Appell formuliert, den Niederösterreichs Umweltanwalt Thomas Hansmann für die Landeshauptfrau entgegennahm. Hansmann versicherte, er werde sich für eine strenge Prüfung einsetzen. https://kurier.at/chronik/niederoesterreich/gegner-von-windkraftanlagen-in-waeldern-zeigen-land-gelbe-karte/400444444

Wald muss Tabuzone für Windkraft bleiben

BILD zu OTS – Internationaler Tag des Waldes: ܆berdimensionale WALD Skulptur am Landhausplatz in St.Pöšlten als Zeichen zum Schutz des Waldes vor Ausbau von WindkraftWaldviertler Bürgerinitiativen überreichen Appell an NÖ Umweltanwalt Thomas Hansmann

St.Pölten (OTS) – Ein überdimensionales W A L D Logo in Signalrot steht am Landhausplatz, Waldtiere gruppieren sich um die Skulptur. Der Buchstabe A ist verrutscht, der Wald ist in Gefahr. Zahlreiche Transparente untermauern die Forderungen und Kritiken.

So wollen Naturschützer aus dem Waldviertel am „Internationalen Tag des Waldes“ der Öffentlichkeit das Konfliktthema „Windkraft im Wald“ vor Augen führen.

https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20190321_OTS0212/wald-muss-tabuzone-fuer-windkraft-bleiben-bild

Bürgerinitiativen gegen Windräder im Wald

 

ORF, 11.02.2019
Acht Bürgerinitiativen aus dem Waldviertel fordern einen sofortigen Ausbaustopp von Windkraftanlagen in den Wäldern. Sie sehen den Natur- und Vogelschutz gefährdet. Derzeit laufen sieben Genehmigungsverfahren für solche Projekte.
Die Wälder des Waldviertels für Windindustrieprojekte zu öffnen würden mittlerweile immer weniger Bürger befürworten, sagen die acht Bürgerinitiativen, die sich nun zur Interessengemeinschaft (IG) Waldviertel zusammengeschlossen haben. Eine von der deutschen Wildtierstiftung beauftragte Umfrage sei zum Ergebnis gekommen, dass 80 Prozent der Befragten gegen den Ausbau der Windkraft in Wäldern seien. Bei zwei Dritteln der Befragten stehe der Vogelschutz an oberster Stelle. https://noe.orf.at/news/stories/2963798/

2 Leserbriefe zu dem Kommentar von Harold Pearson in der Kronenzeitung 15. Februar 2019

Über die unsichtbare Wirkung der Windräder

Die erwähnte „wesentliche Veränderung des Landschaftsbildes“ ist nur der für alle sichtbare Teil der komplexen Problematik, die sich durch den Ausbau der Windkraft auftut. Viele Probleme sind nicht sichtbar, sondern werden erst durch Recherchen im Bereich Stromnetzstabilität, Speichermöglichkeit, Strommarkt, Vergleich von Bedarfs- und Verbrauchsprofilen u. a. sichtbar. Kurz gesagt, es ist die Volatilität, die Schwankungsbreite der Stromerzeugung durch Windenergie, die eine teure Netzstabilisierung und einen Ausbau der Netze erforderlich macht. Um diese Schwankungen auszugleichen, müssten zur gleichen Zeit Langzeitspeicher zur Verfügung stehen. Diese gibt es derzeit nicht und wird es auch in naher Zukunft nicht in Marktreife geben. Man baut also eine Technologie aus, ohne an ein „Back-up“ zu denken. Ähnlich wie bei den Atomkraftwerken, die gebaut wurden und noch immer gebaut werden, ohne dass eine Aussicht auf ein sicheres Endlager besteht, weder damals noch heute. Ebenso unsichtbar für die Menschen sind die laufenden Beschädigungen im lokalen Ökosystem. Einerseits im Bodenbereich durch baulich nötige Maßnahmen (Fundamente, Zufahrts- und Montageflächen), Veränderungen des Mikroklimas durch verstärkte Austrocknung des Bodens, und anderseits im Luftraum, der eigentlich der Lebensraum der Greifvögel und Fledermäuse ist. Die Frage, die wir uns stellen sollten: Sind Windräder die einzige Möglichkeit, die wir haben, um aktiv gegen den Klimawandel vorzugehen, sind sie überhaupt wirksam, oder handelt es sich um eine Illusion, die uns verkauft wird?

Ing. Alfred Schmudermayer, Japons
Erschienen am Mi, 20.2.2019

Allheilmittel Windkraft

Dem Leserbrief über die ökologische Unverträglichkeit des Windradbooms kann ich nur voll beipflichten. Einen Aspekt möchte ich gerne ergänzen, abgesehen davon, dass die vielen Windräder auch wirtschaftlich ein völliger Schwachsinn sein werden. Laut Homepage des Verbundes leistet ein Donaukraftwerk etwa 180–300 MW – ein Windpark ca. 9–21, pro Windrad 2–4 MW. Da Windleistung aber nicht ständig verfügbar ist, sieht die Bilanz, über ein ganzes Jahr betrachtet, weit schlechter aus. 1686 GWh jährlich liefert das Donaukraftwerk Aschach aus seinen vier Kaplanturbinen – 9 Windräder des Windparks Hollern Petronell schaffen ganze 35 GWh. Wenn man nun zusammenrechnet (9x 1686/35), kommt man auf sage und schreibe 433 Windräder, um ein einziges Donaukraftwerk zu ersetzen! Wo wollen wir die alle möglichst unauffällig hinstellen? Es liegt mir wirklich fern, die Verschandelung unserer Gewässer schönzureden, aber die Forcierung der „heiligen“ Windkraft scheint mir doch der falsche Weg zu sein.

Ing. Günther Thiele, Wien
Erschienen am So, 24.2.2019

Kronenzeitung, 15.Februar 2019 von Harald Pearson

NÖ-ORF 11.Februar 2019

Kronenzeitung, 6.Februar 2019

Olivia Lentschig, Tips Redaktion, 01.02.2018 

Während sich die FPÖ klar gegen eine Ausbau von Windkraftanlagen im Wald positioniert (aber grundsätzlich jede alternative Energieform, die eine Abhängigkeit von Atomstrom verhindert befürwortet), setzt die SPÖ auf einen geordneten Ausbau von Windkraftanlagen und einer Forcierung der Entwicklung von Speicherkapazitäten sowie einen Umbau der Energieversorgung in Richtung Nachhaltigkeit.

Seitens der ÖVP möchte man keine generelle Aussage tätigen, sehr wohl aber die Zusage, dass gerade in sensiblen Gebieten besondere Sorgfalt in der Prüfung und Genehmigung notwendig ist.

Die GRÜNEN betonen, dass in jedem Verfahren eingehende und nicht einseitige Gutachten einzuholen sind, damit jedes Windkraftprojekt einen positiven Einfluss für Umwelt und Klima hat.

Ein potenziell schädlicher Ausbau von Windparks in Waldgebieten, der energiepolitisch fragwürdig scheint, ist aus der Sicht der NEOS unplausibel. Sie fordern Anrainern eine Parteistellung im UVP-Feststellungsverfahren zuzuerkennen.

https://www.tips.at/news/horn/wirtschaft-politik/415902-nachgefragt-bei-den-parteien-pro-oder-contra-ausbau-von-windkraftanlagen-im-waldviertel#

Die Abgeklemmten

Die Zeit April2017 Die Abgeklemmten

Jedes Jahr wird Hunderttausenden Menschen hierzulande der Strom abgestellt. Das liegt ausgerechnet an der Energiewende.Von Laura Cwiertnia 19.April 2017DIE ZEIT Nr. 17/2017

….Energiearmut. Je nachdem, mit welchen Zahlen sie rechnen, sind zehn bis zwanzig Prozent der Deutschen davon betroffen. Dass ihr Anteil in den vergangenen Jahren so stark gestiegen ist, liegt vor allem an einer Reform, auf die die Politiker stolz sind: der Energiewende.
Sechs Millionen Menschen bekommen hierzulande im Jahr einen Brief mit der Ankündigung, dass ihnen der Strom abgestellt wird. Rund 330.000 Anschlüsse werden danach tatsächlich gesperrt, ein Drittel davon im Bundesland Nordrhein-Westfalen.

 

Gegenwind

Profil,19.April 2017  Unterrichtsmaterialen der IG Windkraft sorgen derzeit für Aufregung.                                                 

Austausch war angesagt

NÖN Zwettl, Feb 2017

Überparteiliche Info-Veranstaltung

Heftige Kritik am Ausbau der Windkraft in der Region beim Treffen aller Bürgerinitiativen.